"Um das zu tun, was wir möchten, brauchen wir mehr Wege als nur den einen, den wir kennen – mag er auch an sich ein guter Weg sein.“
Moshé Feldenkrais

Die Feldenkrais® Methode

Durch die bewusstere Wahrnehmung des Körpers erlaubt die Feldenkrais® Methode, Neues für eine bessere Effizienz und erhöhtes Wohlbefinden zu lernen. So wird sie weltweit nicht nur in privaten Praxen und Unternehmen, sondern auch in namhaften Institutionen für Medizin, Sport, Pädagogik und Kunst angewandt.

Gewohnheiten und ein immer gleicher Gebrauch der Aufmerksamkeit schränken die eigenen Fähigkeiten sehr ein. Mit der Feldenkrais Methode® werden Bedingungen geschaffen, um

  • diese Gewohnheiten wahrzunehmen

  • mit Alternativen zu experimentieren und sie zu integrieren

  • die Möglichkeit von Veränderungen zu erleben

So erweitern sich schrittweise unser Handlungsspielraum und unser Selbstbild.


Ob jemand gesund oder krank ist, beeinträchtigt oder nicht, jung oder alt, Künstler oder Hochleistungs­sportler – ungenutztes Potential gibt es überall. Mit der Entdeckung dieser Fähigkeiten wird eine wesentlich gesteigerte Lebensqualität möglich.

Der Visionär

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Als Kernphysiker, Ingenieur und begeisterter Sportler (schwarzer Gürtel in Judo) war Moshé Feldenkrais (1904-1984) vor allem ein Visionär der Bewegung.

Geboren in Slawuta (seinerzeit Russland, jetzige Ukraine) in einer jüdischen Familie zog er mit 14 nach Palästina, um sich dort mit Gleichgesinnten eine Existenz aufzubauen. Die nicht leichten Lebensumstände wandelte er schon als Junge in einen stetigen Lernprozess um.

Ende der 40er Jahre (!) umschrieb Moshé Feldenkrais als entscheidendes Element der durch Experimentieren hervorgerufenen Änderungsfähigkeit was man heute als neuronale Plastizität des Gehirns nennt . Eine menschliche Eigenschaft, die eine laufende Erneuerung der Bewegung im Nervensystem erlaubt. Seine damaligen Erkenntnisse sind mittlerweile durch aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse bestätigt worden, insbesondere auf dem Gebiet der Neurophysiologie.

Sportverletzungen, bei welchen die Ärzte ihm wenig Hoffnung gaben, je wieder beschwerdefrei gehen zu können, veranlassten Moshé Feldenkrais, sein Bewegungsverhalten selber zu erforschen. Dabei nutzte er seine Beobachtungen aus dem Kampfsport sowie seinen wissenschaftlichen Hintergrund und schöpfte aus Quellen wie Evolutions-, Kognitions- und Verhaltensforschung, Medizin, Psychologie, Pädagogik, Anthropologie und Systemtheorie.

So entwickelte er in jahrzehntelanger Forschung die nach ihm benannte Feldenkrais Methode®. Sein Verständnis von Bewegung als Grundlage von jeglichem menschlichen Handeln und Tun schafft einen Rahmen, in dem sich zeigt, dass unser Leben ein kontinuierliches Lernfeld ist. Sein ausserordentlicher Verdienst ist die Verbindung von abstrakter Wissenschaft mit einer Praxis, die jede(r) auf seine/ihre Weise selber experimentieren kann.

Quelle: Schweizerischer Feldenkrais Verband

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